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Wie du dich und dein Gastgewerbe mit passgenauen Versicherungen schützt

Gastbeitrag von SureIn: Welche Versicherungen brauchst du als Gastrom*in unbedingt und welche sind ein nettes Extra? SureIn verrät, worauf es ankommt und inwiefern ein digitaler Versicherungsmanager dir dabei behilflich sein kann.
  • 1.
    Welche Versicherungen benötigt dein Gastrobetrieb? 
  • 2.
    Good to have: Mit diesen Versicherungen bist du top aufgestellt
  • 3.
    Personalmangel? So hast du als Arbeitgeber*in am Markt einen Wettbewerbsvorteil 
  • 4.
    Vermeide böse Überraschungen im Schadensfall
  • 5.
    Fazit

SureIn wurde 2021 in Berlin gegründet, mit dem Ziel den eingestaubten Versicherungsmarkt zu revolutionieren. Dafür wurde ein kostenloser digitaler Versicherungsmanager speziell für die Gastronomiebetreiber entwickelt, welcher beim Versicherungsmanagement unterstützt, damit du mehr Zeit hast, dich auf das zu konzentrieren, was dir am wichtigsten ist – und gleichzeitig die Gewissheit hast, gut versichert und unterstützt zu sein und nicht zu viel für deine Versicherungen zu zahlen.

Welche Versicherungen benötigt dein Gastrobetrieb? 

Damit dein Gastrobetrieb im Schadensfall nicht selbst die hohe Quittung erhält, ist es unerlässlich, sich einmal den Weg durch den Versicherungsdschungel zu schlagen.
In diesem Blogartikel erfährst du, welche Abdeckungen für dich höchst empfehlenswert sind und welche irrelevant sein können.
Außerdem bekommst du am Ende des Beitrags einen internen Tipp von SureIn, wie du dir in Zeiten des Personalmangels deine liebsten Mitarbeiter*innen so warmhältst wie ein heißes Schokoladen-Souffleé.

Bist du experimentierfreudig in der Gastro? 

Beziehst du diese Frage auf die Vielfalt deines Angebots, herzlichen Glückwunsch, alles richtig gemacht. Als Selbstständige*r hast du sicher schon eines bewiesen: Mut zum Risiko. Und das ist notwendig, nur bitte nicht bei deinem Versicherungsschutz.
Jeder Betrieb ist so einzigartig wie die Besitzerin oder der Besitzer. Du würdest doch auch nicht Hemd und Hose in Einheitsgrößen tragen, wenn es die gleichen in deiner perfekten Größe gäbe, oder?
Diese Sorgfalt sollte auch bei der Risikoanalyse deines Gastrobetriebes zum Tragen kommen.

Die Must have-Versicherungen für Deinen Betrieb

1. Die Betriebshaftpflichtversicherung

Als Gastronom*in kümmerst du dich bereits um sehr viele Vorschriften und Verordnungen. Dazu zählen z. B. Arbeitsschutz, Brandschutz, Hygiene, Verkehrssicherung etc.
Und doch arbeiten in deinem Betrieb: Menschen. Und uns Menschen passieren Fehler. 
Selbst der ausgezeichnete Chefkoch könnte versehentlich durch Übermüdung abgelaufene Lebensmittel verwenden, so dass sich die Gäste heftige Bauchkrämpfe zuziehen.
Oder der neue Kellner, der vor Aufregung ins Stolpern gerät und das wertvolle Glas Château Pétrus über das maßgeschneiderte Sakko eines Gastes gießt. Aber wer zahlt die Reinigung oder ersetzt die Garderobe des Stammgastes?
Und falls du einen Lieferdienst betreibst, ist es sicher beruhigend zu wissen, dass dabei nicht nur Schäden abgedeckt sind, die in deinem Restaurant entstehen, sondern auch an jedem anderen Ort.
Die Brandherde befinden sich nicht nur in der Küche. Bei Personen- oder Sachschäden kann es zu sehr hohen Schadensersatz- oder Schmerzensgeldforderungen kommen. Du als Unternehmer*in könntest für viele Schäden in unbegrenzter Höhe haftbar gemacht werden. Im schlimmsten Fall wärst du danach finanziell ruiniert.
Signifikanter Vorteil einer Betriebshaftpflichtversicherung: 
Du bist finanziell geschützt.
Dein Versicherer klärt die Rechtslage für Dich und wehrt sogar unberechtigte Schadenersatzforderungen ab. Und falls notwendig, zieht er mit dir vors Gericht.

2. Die Geschäftsinhaltsversicherung

Stell deinen Gastrobetrieb gedanklich auf den Kopf (ohne Personal und Gäste) und schüttel kräftig. Alles, was runterfällt, wird durch die Geschäftsinhaltsversicherung abgedeckt. Dazu zählen z. B. Besteck, Gläser, Kassensysteme, Küchengeräte, die Möblierung des Gastraumes und natürlich Getränke und Lebensmittel.
Alle Dinge, die für die Aufrechterhaltung deiner täglichen Arbeit zwingend notwendig sind, sollten für den Fall eines unvorhergesehenen Schadens abgesichert sein. 
Schon durch den Basisversicherungsschutz der Inhaltsversicherung werden Sachschäden abgedeckt, die z. B. durch Einbruch, Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel entstehen.
Stell dir vor, du hast Geld in eine neue Küchenausstattung oder neue Möbel für deinen Gastraum investiert. Morgens öffnest du die Tür und alles steht kniehoch unter Wasser. Spätestens jetzt überlegst du, ob Holzmöbel die richtige Wahl waren oder ob es nicht doch die günstigen aus Kunststoff getan hätten. Mit der passenden Inhaltsversicherung ist es egal. Du kannst deine Gastro ganz nach Belieben einrichten. Im Schadensfall wird dir der Neuwert der beschädigten Einrichtung erstattet.

Good to have: Mit diesen Versicherungen bist du top aufgestellt

Möchtest du als vielbeschäftigte*r Unternehmer*in auf Nummer Sicher gehen, statt ein ungutes Gefühl in der Magengrube zu haben: „Hab ich doch etwas vergessen?“, dann sind weitere Absicherungen empfehlenswert:

1. Elementarschadenversicherung

Befinden sich in der Nähe deines Lokals Flüsse oder andere Gewässer? Das schöne Lokal am See benötigt einen anderen Versicherungsschutz als das kleine Eiscafé in der belebten Fußgängerzone.
Hier sorgt eine zusätzliche Elementarschadenversicherung für ruhige Nächte, denn sie entschädigt dich bei Rückstau (z.B. bei Starkregen), Überschwemmung oder auch Erdrutsch. 
Schlamm im Keller hinterlässt deutlich größere Schäden als „nur“ Wasser und ist nur mit größerem Aufwand zu entfernen. Wir erinnern uns dabei an die Bilder aus dem Ahrtal im Jahr 2021. Solche Flutkatastrophen sind aufgrund des fortschreitenden Klimawandels leider häufiger zu erwarten.
Achtung: Diese Risiken sind nicht als Standard versichert, sondern müssen oftmals zusätzlich abgeschlossen werden.

2. Glas- oder auch Glasbruchversicherung

Diese Versicherung deckt Glasschäden an gewerblichen Immobilien oder Mobiliar ab. Hierzu zählen die Innen- und Außenverglasung des Gebäudes, zum Beispiel:
  • Platten aus Glaskeramik (z.B. Cerankochfeld)
  • Fensterscheiben, Glastüren, Glasdächer, Wintergärten
  • Firmenschilder, Werbeanlagen
  • Vitrinen, Schränke, Spiegel, Innentüren, Fliesen aus Glas
  • Aquarien und Terrarien
  • Lichtkuppeln
  • Künstlerisch bearbeitete Scheiben
  • Sonderelemente aus Glas, wie Glasbausteine
Darüber hinaus bietet eine Glas- oder auch Glasbruchversicherung schnelle Hilfe, wenn eine Notverglasung benötigt wird, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Damit es drinnen nicht zieht wie Hechtsuppe.

3. Betriebsschließungs- oder Unterbrechungsversicherung

Was ist der Albtraum einer jeden Ladenbesitzerin und eines jeden Ladenbesitzers? Wenn aus deinem Lokal plötzlich durch einen Schaden eine wochenlange Baustelle wird und du schließen musst. Keine Einnahmen, die Gehälter laufen weiter. Geplante Veranstaltungen fallen aus. Die Gäste orientieren sich anders...
Aber nicht nur Sachschäden können eine unfreiwillige Schließung verursachen. 
Eine Betriebsschließungsversicherung schützt auch dann, wenn die Schließung deines Betriebs durch die Behörden angeordnet wird. Zum Beispiel im Fall einer ansteckenden Krankheit, wie Covid-19. Ausfallende Umsätze und die Gehälter deiner Mitarbeitenden werden dann aufgefangen.
Die Betriebsschließungs- oder Unterbrechungsversicherung ist dein Plan B, wenn’s mal nicht wie geplant läuft.

4. Rechtsschutzversicherung

Auch wenn du dein Restaurant gewissenhaft führst, kann es beim täglichen Umgang mit Menschen zu Konflikten kommen. Mit einer Rechtsschutzversicherung behältst du die Nerven und kannst Ärgernisse mit Lieferanten, Nachbar*innen oder der Hausverwaltung einfach an deinen Versicherer weiterleiten. Eine Rechtsschutzversicherung kommt im Zweifelsfall für all seine Prozess- und Anwaltskosten auf.
Möchtest du ein Rundum-Sorglos-Paket, können private Rechtsstreitigkeiten von dir oder deinen Angestellten zusätzlich abgeschlossen werden.

5. Cyberversicherung

Immer mehr Restaurants sind digital vernetzt und nutzen Tablets und Smartphones für Bestellungen oder zur Administration. Und viele Cafés bieten mittlerweile durch freies WLAN Co-Working Spaces und sind somit natürlich auch Hackerangriffen deutlich stärker ausgesetzt.
Um dich vor Schäden zu schützen, die durch Cyberkriminalität verursacht werden, ist es daher von Vorteil, eine Cyberversicherung abzuschließen, die dich bei Datendiebstahl gekonnt absichert.

Personalmangel? So hast du als Arbeitgeber*in am Markt einen Wettbewerbsvorteil 

Die besten Mitarbeiter*innen zu finden und zu halten, ist für die meisten Gastrobetriebe eine große Herausforderung. Das Thema Personalmangel und Notstand ist kein Geheimnis in der Gastroszene.
Warum nicht eine Bonusleistung anbieten, von der du und deine Mitarbeitenden profitieren? 
Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) kann das entscheidende i-Tüpfelchen sein, warum sich qualifizierte Fachkräfte für dich und deinen Betrieb entscheiden – und nicht für deine Mitbewerber*innen.
Weitere Vorteile einer betrieblichen Krankenversicherung: 
  •  Beschäftigte empfehlen dich als Arbeitgeber*in gerne weiter.
  •  Deine Belegschaft ist zufrieden und motiviert und die Bindung steigt.
  •  Mit einer bKV bietest du attraktive Zusatzleistungen und sorgst verantwortungsvoll für deine Mitarbeiter*innen.
  • Die Gesundheit deiner Angestellten wird durch angebotene Programme erhalten und verbessert.
  • Fehlzeiten deines Personals werden durch mehr Zufriedenheit und weniger Krankheitsfälle minimiert.
  • Die Beiträge sind als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar.

Vermeide böse Überraschungen im Schadensfall

„Wo habe ich nur die Police hingelegt?“ „Glasbruch! Bei welchem Versicherer habe ich die Glasversicherung abgeschlossen?“ „Ist xxx eigentlich mitversichert?“ „Passt der Versicherungsschutz noch zu meiner jetzigen Situation?“
Mal ehrlich, wer kann von sich behaupten, diese Fragen sofort beantworten zu können? Diese Punkte werden häufig erst im Schadensfall relevant – wenn es oft zu spät ist – und festgestellt wird: Die Erstberatung und die kontinuierliche (?) Nachberatung waren unzureichend. Der Schaden wird nicht oder nur teilreguliert! 
Digitale Tools, wie sie z.B. SureIn zur Verfügung stellt, können helfen den Überblick zu behalten und befähigen Kleinunternehmer*innen, ihr Versicherungsportfolio selbst zu managen, Risiken zu minimieren und den Überblick zu behalten.

Preisgestaltung

„Wer billig kauft, kauft zweimal", gilt auch bei der Wahl deines Versicherungspaketes. Die Entscheidung für deine individuelle Risikoabdeckung sollte niemals über den Preis gefällt werden. Basic-Pakete bedeuten genau das: Eine gewisse Grundabsicherung. Das Nötigste.

Prüfe daher vor Abschluss unbedingt: 

  • Welche Bedingungen liegen dem Vertrag zu Grunde?
  • Gibt es Haftungsausschlüsse oder starke Begrenzungen bei bestimmten Gefahren oder in der Versicherungssumme?
  • Wie hoch ist der Eigenanteil?

Service 

Dir hilft der beste Premium-Vertrag nichts, wenn du im Schadensfall 2 Stunden in der Warteschleife hängst, weil du niemanden erreichen kannst. Oder stell dir vor, du hast alle Unterlagen eingereicht und die Bearbeitung und Auszahlung ziehen sich dennoch über Wochen hin.
Prüfe daher die Kundenbewertungen. Wie gut ist der Service im Hinblick auf Erreichbarkeit und schnelle Bezahlung? Gibt es eine regelmäßige Nachberatung?
Tipp: Die größten Wahrheiten findest du in den Bewertungen bei 2 oder 4 Sternen. Diese Kundenmeinungen befassen sich oft ehrlicher und tiefgründiger mit dem Produkt/dem Anbieter als es bei 1 oder 5 Sternen der Fall ist.
Eine kontinuierliche Risiko-Überprüfung ist das A&O. Dein Unternehmen verändert sich im Lauf der Zeit und genauso dynamisch und flexibel sollte auch dein Versicherungsschutz sein.

Achte daher regelmäßig auf diese Punkte:

  •  Passen die Umsatz- und die Mitarbeiterzahlen noch?
  •  Hast du eine neue Einrichtung erworben?
  •  Gab es Umbaumaßnahmen?
  •  Stimmt die Tätigkeitsbeschreibung noch? Wurde diese erweitert (z.B. inkl. Lieferdienst = Arbeiten auf fremden Grundstücken).

Im Schadensfall führen fehlende oder falsche Angaben unter Umständen zu einer Unterversicherung und/oder sogar Leistungsfreiheit des Versicherers.

Fazit

Unabhängige Makler*innen oder digitale Plattformen wie SureIn sorgen dafür, dass du bedarfsgerecht versichert bist. Ziel einer neutralen Bedarfsanalyse sollte immer der Risiko-/Kostenfaktor sein. So gibst du weder zu viel Geld für unnötige Risiken oder abstrakte Summen aus, noch sparst du am falschen Ende.
Mit dem richtigen Versicherungspartner an deiner Seite bleibst du up to date und bist vor finanziellen Einbrüchen geschützt. So kann dein Gastronomiebetrieb wachsen und auch in Zukunft verlässlich für genussvolle Momente deiner Gäste sorgen.
Hinweis: Hierbei handelt es sich um unverbindliche Informationen. Die Autor*innen übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen, welche auch keine individuelle Rechtsberatung darstellen.
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